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01-09-2016 Von: Guido Völkel

Reise nach Tanzania und Sansibar – Ein kurzer Rückblick!

Bei Tanzania denkt man zunächst an den Kilimanjaro, die Serengeti, den Ngorogoro-Krater und die anderen Nationalparks im Norden. Aber auch in Zentraltanzania, unweit von Daressalam, gibt es in den  Nationalparks Selous, Mikumi, Ruaha und Sadaani viel zu sehen. Der Selous-Nationalpark ist mittlerweile deutlich größer als die Serengeti und ist deshalb in seiner Ausdehnung, Landschaft und Biodiversität sehr abwechslungsreich. Die Anfahrt von Daressalam zum Nord-Gate ist mit 9 Stunden auf zum Teil schwieriger, nicht asphaltierter Straße mühsam, aber überaus lohnend, besonders der Abschnitt durch die Uluguru-Berge. Im Selous-Park darf man noch abseits der ausgezeichneten Pisten Offroad fahren, was für die Wildbeobachtung grandios ist.

Der nördlich gelegene Mikumi-NP und der Sadaani-NP sind deutlich kleiner und auch weniger spektakulär, aber sie sind wegen der unterschiedlichen Anlage und Beschaffenheit dennoch interessant, auch weil die Tiere hier weniger scheu sind. Der Sadaani-NP ist der einzige Nationalpark Tanzanias, der am Meer liegt. Bis in den Ruaha-Nationalpark führte unsere private Gruppenreise aus Zeitgründen nicht, jedoch ist auch dieser Park in Zentraltanzania sehr lohnend.

Wenn man eine Reise in diese Parks plant, muss man 2-3 Übernachtungen in Bagamoyo machen. Bagamoyo war erste Hauptstadt Deutsch-Ostafrikas und liegt z.Zt. noch etwas verträumt 75 km über der Metropole Daressalam. Ein halbtägiger Spaziergang durch Bagamoyo entlang der Bismarckstraße mit Besuch der alten Boma (deutsches Hauptquartier), dem Fort und Gefängnis, dem deutschen Friedhof, der Schule, dem Fischmarkt und dem ehem. Sklavenmarkt (heute Kunstmarkt!), ist wie eine Zeitreise durch die Kolonialgeschichte. Von Bagamoyo kann man eine Tagestour in den Sadaani-NP machen. Auch ein Ausflug nach Kaole, wo vor über 1000 Jahren die erste Moschee in Tanzania gebaut wurde, ist Pflicht.  In 5 bis 10 Jahren wird sich das Gesicht Bagamoyos dramatisch verändern, wenn nämlich die Chinesen den 20 Mrd. teuren Fährhafen hier gebaut haben werden, ein Megaprojekt!

Erste und letzte Station unserer Reise war die Gewürzinsel Sansibar, die seit Jahrhunderten Umschlagplatz für Händler aus Arabien, Indien, England, Deutschland, den USA und vielen weiteren Nationen  war. Noch vor 150 Jahren wurden von hier vor allem Sklaven und Elfenbein verschifft. Die großen Expeditionen der Afrikaforscher Livingston, Speke, Stanley und Burton wurden von hier aus zusammengestellt und gestartet. Die von der UNESCO geschützte Altstadt Stonetown ist so eindrücklich, wie man es nur noch an wenigen Orten in der orientalischen Welt erleben kann.

Bei einer Reise nach Sansibar und Zentraltanzania eröffnen sich dem Reisenden gleich 3 Welten! Die grandiose Natur und das „Wildlife“ Ostafrikas, deutsche und britische Kolonialgeschichte auf afrikanischem Boden und einen historischen „Weltumschlagsplatz“ im Indischen Ozean auf Sansibar!

Ganz nebenbei muss man sich Afrika im doppelten Sinne „erfahren“, was nicht immer ganz mühelos ist, aber höchst eindrücklich ist. Die Reise ist nicht nur für Afrika-Erfahrene schön, sondern auch für Erstreisende, die diesen wundervollen Kontinent entdecken wollen. Unsere Reiseteilnehmer (alle zum ersten Mal in Afrika) waren sehr begeistert.

Gerne berate ich Sie bei der Planung einer Reise Ihrer Gruppe nach Ostafrika und freue mich auf Ihre Anfrage.

Die Fotos unserer Reise finden Sie in unserer Öffnet externen Link in neuem FensterECC-Galerie, ein Beispielprogramm ist im Online-Katalog hinterlegt.

Ihr Guido Völkel