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30-06-2016 Von: Guido Völkel

Informationsreise nach Ruanda und Uganda – Ein kurzer Rückblick!

Seit vielen Jahren bieten wir Gruppen-Studienreisen nach Äthiopien, Tanzania, Sansibar und Kenia an. Auch Sudan und Eritrea haben wir im Programm. So lag es nahe, dem Ostafrikanischen Grabenbruch folgend, eine Informationsreise nach Ruanda und Uganda anzubieten, zwei weitere Länder Ostafrikas. Neben der großartigen Landschaft des Grabenbruchs am Äquator lag ein besonderes Interesse an der 1862 von John Hanning Speke entdeckten Nilquelle bei Jinja am Victoria-See, wo der Viktoria-Nil über den Albert-See in den Albert-Nil und dann in den Weißen-Nil bis Khartum fließt, wo er sich mit dem Blauen Nil, der seine Quelle im äthiopischen Hochland am Tanasee hat, verbindet. Insgesamt fließt der Nil vom Viktoria-See in 3 Monaten 6400 km bis ins Mittelmeer! Ein weiteres Interesse bestand an der deutsch-ostafrikanischen Kolonialgeschichte, deren westliche Außenposten bis nach Kigali in Ruanda reichten. Der deutsche Ostafrikaforscher und Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Gustav Adolf Graf von Götzen, hat Kaffeebohnen hierher gebracht, wo sie bis heute auf riesigen und sehenswerten Plantagen angebaut werden.

Freilich sind Ruanda und Uganda vor allem für die Vielfalt und Einzigartigkeit ihrer Naturparks bekannt. Die seltenen Berggorillas sind nur hier zu sehen!  Der Tierbestand der Nationalparks hat durch Krieg und Wilderei zwar sehr gelitten und ist nicht mit Tanzania und Kenia zu vergleichen, dennoch sind der Akagera-Nationalpark, der  Nyungwe- Nationalpark und der Volcanoes- Nationalpark  in Ruanda sowie der Queen Elizabeth Nationalpark, der Murchison-Falls- Nationalpark , der Mburo- Nationalpark  und der Kibal-Forest-Nationalpark  jeweils in ihrer Beschaffenheit wunderschön und einzigartig.

Ebenso wichtig bei einer Reise nach Ruanda ist die Auseinandersetzung mit der jüngeren Vergangenheit. Das beeindruckende Genozid-Museum in Kigali bietet diese Gelegenheit als Gedenkstätte. Die Aufarbeitung der schrecklichen Geschehnisse von 1994 wird vor allem auf kommunaler Ebene vorangebracht. Durch die Versöhnungsprojekt-Initiative von CARSA (Christian Action for Reconsiliation and Social Assistance) bekam unsere Gruppen bei einem Besuch in einem Dorf bei Kigali einen Einblick in deren Arbeit. Sehr beeindruckend und bewegend…!

Die beiden Länder miteinander zu verbinden und von Kigali in Ruanda bis nach Kampala in Uganda und den Nilquellenausfluss am Viktoria-See zu fahren, macht sehr viel Sinn, weil man nicht nur ein wunderbares Naturpanorama entlang des Grabenbruchs hat, sondern die Reise inhaltlich breit aufstellen kann.

Wer lieber mehr Zeit in jedem Land verbringen und einen größeren Schwerpunkt auf die Nationalparks legen möchte, kann dies selbstverständlich auch tun. Programmvorschläge finden Sie in unserem Online-Katalog, jeweils für eine Reise in ein Land oder eine Kombinationsreise. Selbstverständlich können wir Ihnen auch Ihre Wunschroute zusammenstellen.

Wichtig bei der Planung ist neben der Routenführung vor allem auch die Auswahl des Transportmittels/Fahrzeugtyps. Normalerweise werden die Touristen in Toyota Landcruisern mit 6 Plätzen (alle am Fenster) befördert. Dieser Fahrzeugtyp ist vor allem in der Regenzeit sinnvoll. Von Juni bis August lassen sich die Touren auch in geländegängigen, günstigeren Toyota Vans durchführen, auch für max. 6 Personen, jeweils mit Fensterplatz. Besser wäre aber, diese Fahrzeuge mit nur 5 Personen zu besetzen.

Bei den Landcruisern und den Minivans werden sogenannte Driver-Guides eingesetzt, die das Auto fahren und gleichzeitig erklären. Das ist allerdings bei dem starken Verkehr in den Hauptstädten, höherer Geschwindigkeit als 60 km/h und/oder holprigen Pisten ein schwieriges Unterfangen, da es keine Mikrofonanlage gibt. Bei größeren Gruppen macht es deswegen ggfs. Sinn, einen Toyota Coaster (mit max. 17 Personen bis 22 Sitzplätzen) einzusetzen. Hier gibt es einen Fahrer und eine Mikrofonanlage, so dass sich der Guide voll auf die Gruppe und die Inhalte konzentrieren kann. Mit dem Coaster ist man allerdings nicht ganz so geländegängig und muss überlegen, welche Nationalparks man ansteuert.

Zu unserer großen Überraschung gibt es in Uganda ganz exzellent deutsch sprechende Guides! Unser Guide hat auch in Ruanda geführt, wurde durch einen lokalen Guide, der nur englisch sprach, ergänzt. Die Hotel- und Lodges sind ganz hervorragend, wie auch die Verpflegung in den Restaurants. Nur muss man bei den Abendessen zum Teil lange Wartezeit einrechnen. Es empfiehlt sich die Essen ca. 1 Stunde vor dem Abendessen vorzubestellen.

Insgesamt eine großartige und spannende Unternehmung für alle Gruppen, die gerne nach Afrika reisen und neue, interessante Reiseziele suchen.

Sehr gerne berate ich Sie bei der Planung einer Reise und übersende Ihnen unser  Angebot.

Die neuen Reiseprogramme nach Ruanda und Uganda finden Sie auch im Online-Katalog auf dieser Webseite.

Die fotografischen Eindrücke unserer Reise finden Sie in unserer Öffnet externen Link in neuem FensterECC-Fotogalerie.

Bei unserer zuverlässigen und engagierten Partneragentur in Kampala, bei unserem lokalen Reiseführer sowie bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern möchte ich mich ganz herzlich für das tolle Gelingen unserer Reise und das Miteinander bedanken.

Mit herzlichen Grüßen

Guido Völkel